Ratgeber

Ungesundes Erbe
Rundwürmer bei Hunden „im Keim ersticken“ 
Quelle: Prof. Dr. Schnieder

Zeckenschutz
„Autan-Effekt“ – für Hunde nicht geeignet 
Quelle: Prof. Dr. Schein

Allgemeines:

  • Lebenserwartung: 4- 8 Jahre
  • Geschlechtsreife: 7- 12 Wochen
  • Tragezeit: ca. 3 Monate
  • Absetzalter: 4- 6 Wochen
  • Degus leben in freier Wildbahn in großen Kolonien in Wohnhöhlen
  • Tag- und Nachtaktiv
  • Degus sind fast immer in Aktion und keine Schmusetiere, deshalb auch nur bedingt für Kinder geeignet

Haltung:

  • Keine Einzelhaltung, Degus sind sehr gesellig

Unterbringung:

  • Keine Plastikkäfige oder Plastikteile, Degus sind sehr nagefreudig, am besten Materialien wie Holz, Metall und Glas
  • Mindestgröße für 2 Degus: 100x50x100 cm
  • Im Käfig: möglichst viele Ebenen, Brettchen, Röhren aus Holz oder Kork, Äste, Sandbad, Heuraufe, Futtertrog, Tränke

Futter:

  • Grundfutter: gutes Heu
  • Futtermischung aus getrockneten Kräutern und Blüten (z.B. Kamille, Brennessel, Pfefferminz, Ringelblume, Rosenblüten, Wegerich, Malve etc.)
  • spezielle Degu- Pellets oder Pellets für Chinchillas (max. 1 Teelöffel pro Tier und Tag)
  • Grünfutter: Gemüse wie Gurke, Paprika, Chicoree, Karotte, Salat, Tomaten etc.
  • Nicht füttern: Süßes Obst, Getreide, Nüsse, Knabberstangen, Drops und ähnliches (Degus sind sehr anfällig für Diabetes mellitus, weshalb eine artgerechte Fütterung besonders wichtig ist)
  • Zum Benagen: frische Zweige von Buche, Haselnuß oder Weide

Haltung:

  • niemals Einzelhaltung
  • immer paar- oder mehrfache Haltung, auf keinen Fall mit einem einzelnen Kaninchen zusammen
  • Lebenserwartung ca. 5-8 Jahre
  • dämmerungsaktiv

Unterbringung:

  • Gitterkäfig mit Plastikwanne
  • Größe für 1-2 Tiere: L 80-100 cm x B 60 cm x H mindestens 40 cm

Standort:

  • erhöht
  • kein Durchzug
  • hell, Tageslicht
  • nicht im Kinderzimmer, da die Tiere nachts Lärm machen
  • Temperatur 18° – 22° C, Luftfeuchtigkeit 40-70 %
  • Wohnungsfreilauf, nur unter Aufsicht
  • Wenn möglich Auslauf im Garten (nur mit schattigem, regensicheren Unterschlupf, Abdeckung des Auslaufs von oben!!)

Einrichtung:

  • Einstreu: Heu, Stroh, sowie Säge- oder Hobelspäne aus unbehandeltem Holz, besser ist geschreddertes Altpapier
  • Trinkflasche oder Wassernapf
  • Futterraufe für Heu
  • Futternapf (möglichst standfest, z. B. aus glasiertem Ton oder Steingut)
  • Flachdach-Schlupfkasten (ca. L 15 cm x B 25 cm x H 15 cm pro Tier)

Futter:

  • gutes Heu
  • Gemüse: Karotten mit Grün, Tomaten, Gurken, Paprika, gekochte Kartoffeln, Fenchel
  • Obst: Äpfel, Hagebutten, Kiwi, Erdbeeren, Orangen, Hagebutten
  • Grünfutter (natürlich sauber und ungespritzt) Löwenzahn, Schafgarbe, Vogelmiere, Luzerne, Bärenklau, Rot- und Weißklee, Breit- und Spitzwegerich
  • maximal ein Teelöffel Kraft- bzw. Fertigfutter pro Tag pro Tier
  • Kopfsalate, Petersilie, Grünkohl, Schnittsalat, Endiviensalat, Chicoree, Chinakohl, Feldsalat
  • gut getrocknetes Weißbrot, Zwieback oder Knäckebrot
  • Wichtig: Vitamin C muss über das Futter aufgenommen werden, deshalb ist oft eine zusätzliche Gabe von Ascorbinsäure notwendig
  • niemals Joghurt- oder andere Drops, Gefahr der Blasensteinbildung!
  • Konstanz in der Futterzusammenstellung – häufiges Wechseln verstärkt Verdauungsstörungen!!!

Zwei häufig vorkommende Darmparasiten des Kaninchens

Kokzidien

Kokzidien sind einzellige Parasiten aus der Gruppe der Amöben, die bei bis zu 90 Prozent aller Hauskaninchen vorkommen. Der Befall der Kaninchen – die sogenannte Kokzidiose – ist unter allen Haltungs- und Nutzungsformen zu erwarten, besonders anfällig sind Jungtiere im Alter von 6-12 Wochen. In Abhängigkeit davon, ob die Kokzidien in der Leber und in den Gallengängen oder im Darm vorkommen, unterscheidet man die Leber- und Gallengangskokzidiose von der Darmkokzidiose.

Im Verlauf beider Kokzidioseformen scheiden die befallenen Kaninchen Kokzidieneier mit ihrem Kot aus. Durch die Aufnahme dieses Kotes (Kaninchen fressen zur Vitaminversorgung ihren Blinddarmkot) bzw. durch die Aufnahme von Futter und Trinkwasser, das mit diesem Kot verseucht ist, können sich andere Kaninchen infizieren. Die von ihnen aufgenommenen Kokzidieneier entwickeln sich wiederum zu Kokzidien, der Infektionszyklus beginnt erneut.

Im Kot weitgehend vor äußeren Einflüssen geschützt sind Kokzidieneier bis zu einem Jahr infektionstüchtig. Unterstützend hierfür wirkt das Verhalten der Kaninchen, ihren Kot meist an derselben Stelle absetzen. Die Gefahr einer Kokzidieninfektion wird somit wesentlich erhöht durch feuchte, dunkle Ställe, unsauberes Futter- und Trinkgeschirr (v.a. Näpfe) und eine zu hohe Besatzdichte (zu viele Tiere auf zu engem Raum) der Stallungen. Eine Einschleppung von Kokzidien in einen gesunden Kaninchenbestand erfolgt häufig durch neu hinzukommende Tiere, die vor ihrer Einstallung keiner Quarantäne bzw. Behandlung unterzogen wurden.

An Darmkokzidiose erkrankte Kaninchen weisen eine mangelnde Gewichtzunahme (Kümmerer) bzw. einen Gewichtsverlust auf, zeigen Appetit- und Teilnahmslosigkeit und leiden unter Fell- und Verdauungsstörungen (Durchfall, harter aufgeblähter Bauch). Die Sterblichkeit der erkrankten Tiere ist hoch.

Die klinischen Anzeichen einer Leber-und Gallengangskokzidiose sind entsprechend. Bei den hieran erkrankten Kaninchen lassen sich außerdem Merkmale einer Leberentzündung (vergrößerte und verhärtete Leberregion, Gelbsucht) feststellen, die Verdauungsstörungen äußern sich eher in Verstopfung als in Durchfall. Es kann zu plötzlichen Todesfällen ohne vorherige Krankheitsanzeichen kommen.

Sowohl Darm- als auch Leber- und Gallengangskokzidiose lassen sich gut mit Sulfonamiden (einer speziellen Gruppe von Antibiotika) behandeln. Diese werden nach einem bestimmten Zeitschema oral (also über das Futter bzw. Trinkwasser oder direkt ins Maul) verabreicht. Zusätzliche Gaben von Vitamin A können den Heilungsverlauf beschleunigen. In hartnäckigen Fällen muß die Behandlung mit wechselnden Präparaten mehrmals wiederholt werden.

Zur Vorbeugung der Kokzidiose sollte bei jedem neu erworbenen Kaninchen unabhängig von Einzel- oder Gruppenhaltung eine Kotuntersuchung durchgeführt werden. Hierbei nachgewiesene Kokzidieneier gelten gleich in welcher Anzahl immer als krankheitsbeweisend. Als Kokzidienträger bestimmte Tiere sollten konsequent tierärztlich behandelt werden und bis zur vollständigen Ausheilung (das heißt im Kot sind keine Kokzidieneier mehr nachweisbar) unter Quarantäne, also ohne Kontakt zu gesunden Kaninchen gehalten werden.

Passaluren

Passaluren sind bestimmte Zwergfadenwürmer, die im Blind- und Dickdarm der Hauskaninchen parasitieren. Der Befall – die sogenannte Passalurose -wird bei bis zu 30 % aller Kaninchen in der Hobby-, Wirtschafts- und Laborhaltung angenommen.

Befallene Kaninchen scheiden ansteckungsreife Wurmeier mit ihrem Kot aus. Wie bei der Kokzidiose auch kommt es über diesen Kot bzw. über Futter und Trinkwasser, das mit diesem Kot verseucht ist, zur Infektion anderer Kaninchen.

Die Passalurose kann zu einer spürbaren Beeinträchtigung der Gewichtszunahme und Futterverwertung von infizierten Kaninchen führen. Nur bei sehr starkem Befall zeigen die Tiere Juckreiz am Darmausgang, Durchfall und Abmagerung.

Der Nachweis der Passalurose erfolgt über die Bestimmung der Wurmeier mit einer Kotuntersuchung. In einigen Krankheitsfällen werden nicht nur Wurmeier, sondern ganze Würmer ausgeschieden, die sich im Kot als kleine weißliche Gebilde erkennen lassen.

Die Behandlung der Passalurose wird mit einem handelsüblichen Entwurmungsmittel, das nach einem bestimmten Zeitschema oral verabreicht wird, durchgeführt.

Zur Vorbeugung der Passalurose gelten die gleichen Regeln wie zur Vorbeugung der Kokzidiose: Bei jedem neu erworbenen Kaninchen sollte Kot untersucht werden. Infizierte Tiere sollten konsequent tierärztlich behandelt werden und nur nachgewiesen parasitenfreie Tiere sollten mit gesunden Kaninchen in Kontakt kommen. 

Ernährung von Landschildkröten

In ihrem natürlichen Lebensraum fressen Landschildkröten relativ gehaltloses, rohfaserreiches Futter wie Kräuter und Blätter, auch Blüten, Samen und manchmal Früchte. Selten wird auch Aas gegessen, allerdings wirklich nur alle paar Jahre. Artgerechtes Futter für Landschildkröten besteht demnach hauptsächlich aus Wiesenkräutern (z.B. Löwenzahn, Klee, Wegerich, Luzerne, Hirtentäschel, Vogelwicke), Heu, faserreichen Salaten (z.B. Endivie, Feldsalat) und Gemüse (z.B. Kohlrabi- und Blumenkohlblätter, Tomate und Gurke). Durch die Fütterung von leicht verdaulichem, ballaststoffarmem Futter (z,B. Zarte Blättchen von Salat und Kräutern, zuckerhaltiges Obst und Getreideprodukte) kann es zu schweren Verdauungsstörungen kommen. Durchfall und eine Vermehrung etwaiger, bereits ansässiger Parasiten sind die Folgen. Einige Tiere beginnen außerdem Bodengrund zu fressen, um die
Strukturarmut auszugleichen. Das kann wiederum zu starken Verstopfungen führen. Zu gehaltvolles Futter kann zu Verfettung führen, durch diese kann es zu Problemen beim Winterschlaf kommen.
Absolut abzulehnen ist die Verfütterung von Hunde- und Katzenfutter oder anderen Produkten, in denen tierische Eiweiße enthalten sind, da diese zu schwersten Nierenfunktionsstörungen und Gicht führen können. Auch das Fertigfutter aus der Zoohandlung ist nicht artgerecht, da fast alle
Schildkrötenfutter konzipiert wurden für Wasserschildkröten, die hauptsächlich Fleischfresser sind.
Wichtig ist die zusätzliche Versorgung mit Kalzium, das kann am besten über Sepiaschalen geschehen.